Die Relegation gehört abgeschafft

von Bernhard Ubbenhorst -

Ein schwäbisches Trauerspiel in 11 Strophen:

 

Mit dem Abstieg habe man nichts am Hut,

tönten Dietrich und Reschke anfangs laut.

Dazu sei die Mannschaft doch viel zu gut,

aus Alt und Jung zusammengebaut.

 

Trotzdem ging das dann ziemlich daneben.

Waren die Jungen zu jung oder die Alten zu alt?

Korkuts Tayfun hat alles gegeben,

wurde dennoch entlassen, und weiterbezahlt.

 

Der schöne Markus übernahm den Betrieb,

und alles ward noch schlechter als zuvor.

Reschke musste gehen, Weinzierl blieb,

und weiterhin traf niemand das verdammte Tor.

 

Und wie so oft ist es der Dummen Glück,

das andere noch viel dümmer sind,

die Clubberer Deppen ein ganzes Stück,

in Hannover lag's bestimmt am Kind.

 

Der größte Halt in dieser Fußballnot,

war Ron-Robert Zieler ganz famos.

Stets auf dem Posten, bei Alarmstufe Rot,

verhinderte er den vorzeitigen Gnadenstoß.

 

Dann hatte es auch Markus Weinzierl erwischt,

Nico Willig sollte es schlussendlich richten.

Heraus kam dabei wieder mal nischt,

aber an ihm lang es mitnichten.

 

Nach 33 Spieltagen ist der Fan nun verstimmt,

da das Elend so gar kein Ende nimmt.

Der VfB hat in der Liga kläglich versagt,

doch der Abstieg wurde nochmals vertagt.

 

Relegation heißt diese zusätzliche Folter,

auswärts in Berlin oder Paderborn, oh wei,

bei Union schießt die Tore der lange Polter,

an der Pader macht das der kleine Tekpetey.

 

Paderborn traf ganze 75 mal ins Volle,

die Unioner schafften Zweiundfünfzig.

Stuttgart mit 32 Toren nicht halb so dolle,

hinten dafür mehr, nämlich glatte Siebzig.

 

Gegen Paderborn geht das nach hinten los,

schafft's Union Berlin, gewinnt jedenfalls einer,

mit Zins und Zinseszins ganz groß,

das wird ein Dietrich sein, sonst keiner.

 

Die Schwaben haben es total vergeigt,

ein Klassenerhalt wäre nur noch lachhaft.

Was in der Summe eindeutig zeigt,

die Relegation gehört abgeschafft.

< Zurück